2019 Via Regia – der ökumenische Pilgerweg

Die Idee, den Jakobsweg, oder zumindest einen Teil davon, zu laufen, kann mir im Sommer 2018, als ich mich damit beschäftigte, was ich eigentlich nach meiner Berentung tun möchte. (Genau genommen hatte meine Frau die Idee für die Zeit nach ihrer Berentung) Ich wollte aber keine drei Jahre warten und bin schon mal probeweise losgelaufen.


Vorgreifend – Ich habe an dieser Stelle -> Betrachtungen und Ideen gebloggt, die ich im Zusammenhang meiner Pilgerreise aufschreiben wollte. Eine Beschreibung des Wanderwagens -> hier.


Nach Gesprächen mit Bekannten hatte ich den Eindruck, dass viele Menschen solche Ideen haben, aber das diese Ideen mit den guten Vorsätzen, die man an Silvester fasst, eine Menge gemein haben. Für mich entsteht genau an dieser Stelle ein starker Anreiz.

In der Folge habe ich Bücher gelesen, Filme gesehen und versucht, mir vorzustellen, was man alles einpacken muss, wenn man 3 Wochen bei allen möglichen Wettersituationen ausgesetzt ist.

Relativ früh wurde mir klar, dass es mehrere Gründe gibt, nicht den Jakobsweg, der oft als der Jakobsweg betrachtet wird (in Nord-Spanien), zu laufen. Daher suchte ich nach Alternativen, es gibt viele, und habe den ökumenischen Jakobsweg für mich entdeckt, der von Görlitz nach Vacha führt. Ich habe viele Informationen gefunden, die insbesondere durch eine lose Gemeinschaft/Gruppe von Menschen zusammengetragen wird, die den Gedanken des Pilgerns fördern wollen. Mit diesen Informationen habe ich geplant und sie haben sich in der Praxis als nützlich und aktuell erwiesen.

An diese Stelle schon einmal meinen Dank an all die Menschen, die auf ehrenamtlich helfen, Unterkünfte bereitzustellen, den Weg auszuschildern und, anzunehmender Weise, auch bei Problemen voll umfänglich helfen würden. Manche habe ich kennen gelernt, wenn ich in den Herbergen übernachtet habe.

Ich möchte Sie gerne einladen, sich den Weg anzuschauen. Die Fotos mit einem einfachen Kontext finden Sie in den Untermenüs rechts. Die Fotos sind nicht perfekt, weil sie teilweise mit dem Mobiltelefon und/oder bei schlechtem Wetter, Sturm oder Dunkelheit aufgenommen wurden. Und nein – ich glaube nicht an Handyfotografie!

Ich bin jetzt eine Woche wieder zu Hause (21.10.2019). Allerdings kann ich die Frage immer noch nicht beantworten , warum man sein schönes warmes Zuhause verlässt, um drei Wochen auf der Straße zu verbringen, Wetter von jeder Sorte zu erleben, in alten Kirchtürmen auf Feldbetten zu übernachten und noch so manches mehr.

Vier Wochen nach der Reise, (14.11.2019) in der ich Stück für Stück an dieser Website gearbeitet habe, sehe ich manches etwas klarer. Nach der ersten Woche waren die Erinnerungen eine wirre Sammlung an Tagen, Herbergen, auch Menschen. Nach dem Niederschreiben der Chronologie und dem Sortieren der Fotos wird langsam eine Abfolge daraus. Eine schöne!

Für den Transport meines Gepäcks habe ich mir etwas zum Rollen ausgedacht, dass ich hier näher zeige und beschreibe.

Für Alle und die Family…