Heiligabend in der Kirche II

Man hatte diesen sehr geraden und sehr dichten Baum (wo gibt es die eigentlich?) übermäßig dicht an die Kanzel gebaut. Ich denke, dass man von ganz links in Blickrichtung Herrn Pastor Münker nur sehr schlecht sehen konnte.

Der Pastor macht auch eine Bemerkung darüber, dass es wohl sehr eng dort oben war.

Just in diesem Moment erinnerte ich mich daran, dass sich Weihnachten 2015 während der Predigt im oberen Drittel des Baumes eine Kugel löste und zwischen den Tannenzweigen den Weg sanft mit seitlichen Bewegungen nach unten fand wie ein Blatt Papier, dass man bei Windstille aus dem zweiten Stock fallen lässt. Die Kugel hat es überlebt!

Und noch einen Moment später (jetzt wieder 2016) löste sich eine Kugel, rollte langsam durch die Zweige nach unten und fand Bodenkontakt, ohne kaputt zu gehen.

1. War das vielleicht ein Zeichen?

2. Verwendet ihr eigentlich Christbaumkugeln aus Kunststoff?

Heiligabend in der Kirche I

Die Gestaltung der Weihnachtsfeier in unserer Kirche hat mir gut gefallen. Ich möchte das vorweg stellen, weil der kleine Schmunzler nicht den Eindruck erwecken soll, dass es keine schöne Veranstaltung gewesen wäre.

Eine junge Frau, sehr sympathisch, aktiv im Chor und bei den Bläsern, hatte eine ganz besondere Frisur. So ein bisschen irokesig, an den Seiten aber nicht kahl, sondern fließend kürzer an den Seiten. nach unten. In der Mitte standen die Haare üppig in die Höhe.

Leider waren das „Gesamtkunstwerk“ übermäßig Richtung Stirn gearbeitet worden und erinnerte so an einen designierten amerikanischen Politiker. Nennen wir die Frisur eine „Trompete“.

(Ursprünglich war mir noch ein anderer Name eingefallen. Meine Internet-erfahrenen Kinder haben mich aber darauf aufmerksam gemacht, dass der schon längst nicht mehr neu war.)

Jetzt übertreibt er auch noch……..

……. habe ich in diesem Moment gedacht.

  • Egal wie toll dieses nette Flugzeug sein soll, 4.000 Milliarden scheint mir dann doch ein wenig zu viel zu sein, Präsident hin, Präsident her.
  • Der Mann hat doch selber eine Menge Geld, der vertut sich doch nicht mit Zahlen zu einer Größenordnung.

Mit knappen Worten: aufgepasst bei amerikanischen Billionen! Oder so – wenn ein Amerikaner von Billionen spricht, benutzt er ein Wort, das wir Deutschen mit Milliarden gleichsetzen.

Dies ist im folgenden Beitrag von Kristin Kopf ganz wunderbar dargestellt. Vielen Dank, Kristin. (Was da sonst noch steht – siehe meinen Disclaimer)

Milliarden vs. Billionen: Große Zahlen

Sie sollten alle gleich sein…….

Da sind sie endlich, diese wunderbaren Plätzchen, die meine wunderbare Frau viel zu selten backt. Ich glaube, sie bekommen heute noch einen braunen Bauch (nichts politisches!).

Das faszinierende ist die Tatsache, dass alle mit dem gleichen Stempel gemacht sind. Und trotzdem ist jeder anders. Der Samba-Tänzer oben rechts, der mit dem braunen Ohren Mitte links, der mit dem Bauchnabel, der mit dem Kragenknopf der kleine oben links und die, die mit den Ohren winken unten rechts & oben Mitte. Und 2 winken mit den Ohren.

Vielleicht kann man es technisch argumentieren, dass der Teig nicht mit einer Maschine, sondern mit der Hand ausgerollt wurde. Klassisches Nudelholz aus biologischem Anbau! Aber wen interessiert das schon.

Schön ist, dass trotz aller Finesse häufig etwas herauskommt, was sich dann doch unterscheidet. Wie Meinungen. Darum wünsche ich mir auch Hasen zu Weihnachten.

Nachtrag vom 9.12.:

Nun sind sie fertig – das ist jetzt das Ende der Uniformität.

Der mittlere hat ein bisschen was von Darth Vader und der rechte sieht so aus, als ob er wüsste was ihn gleich zustoßen wird.

Lecker!

Tracking!

Ich habe im Moment etwas Zeit, Artikel, die ich bei eBay bestelle, während das Versandes zu beobachten. Fangen wir mal an:

ein paar Kleinteile aus China: vor 14 Tagen gekauft, Erwartungsdauer zwischen zwei und sieben Wochen. Tracking Nummer ist angegeben, bringt mich auf eine Seite der Deutschen Post, „Sendung unbekannt“ (aber trotzdem – in letzter Zeit sind die Chinesen immer schneller geworden).

DPD: kleines Päckchen, zwei Tage später trifft das Paket laut Tracking im Nachbarort zur Verteilung ein. Jetzt kann ich über Google Maps den Weg des Kleinlieferwagens aktuell verfolgen. Nützt mir aber Nix – irgendwann bleibt der kleine Lieferwagen stehen, muss wohl kaputtgegangen sein. Abends die Mitteilung, dass mein Paket wieder im Depot angekommen ist. Der nächste Tag verläuft Originellerweise identisch. Fast – diesmal bewegt sich der kleine Lieferwagen auf Google Maps immer weiter weg von mir. Macht aber Nix – immerhin landet das Paket abends wieder im Depot. Am dritten Tag kommt es zur Auslieferung. Ich sehe den Fahrer vor dem Haus stehen, er füllt etwas aus. Ich winke freundlich – er winkt freundlich zurück, steigt aber nicht aus. Jetzt fällt mein Winken etwas drastischer aus – und ich kann ihn tatsächlich locken. Er erklärt mir, dass er noch 2 Minuten warten muss, weil er die Auslieferung vorher nicht buchen kann. Wir warten gemeinsam – ich unterschreibe und habe mein Päckchen.

Noch mal Deutsche Post, eine gefühlt 40-stellige Trackingnummer, in der anzunehmender Weise der Finanz-Status der BRD und die Zahl der Kinder des Fahrers codiert sind. Ich klicke noch mal – die Sendung kann nicht gefunden werden.

Hermes – sonst eher nicht mein Favorit. Trackingnummer wird bei eBay ausgegeben, allerdings keine erkennbaren Aktivitäten! Mit der Nummer zu Hermes stellen wir fest, dass bereits nach zwei Tagen das Paket akut in Zustellung ist. Das wäre heute. Ist aber noch nicht angekommen.

So richtig schnell waren zwei Pakete, eins über UPS, eins als Deutsche Post Warensendung, bei denen keine Trackingnummer angegeben war.

Liebe Versender – so langsam kommt das Gefühl auf das dieses Gehampel mit der Trackingnummer euch daran hindert, die Ware auf den Weg zu bringen. Lasst das sein, schmeißt mein Paket in Wagen, fahrt einfach los.

Irgendwie passt das zu meinem Beitrag über die Inflation von Informationen.

Arbeit 4.0

Am Sonntag, den 30.10.2016 wurde bei Anne Will die Zukunft der Arbeit diskutiert. Als Gäste mit dabei waren Manfred Spitzer und Sascha Lobo. Herrn Spitzer schätze ich wegen seines Buches „digitale Demenz“, Herrn Lobo wegen seiner Sachkunde im IT-Bereich. Die Frisur von Herrn Lobo habe ich allerdings nicht umfassend verstanden.

Ich denke, beide haben recht.

Herr Spitzer hat recht, wenn er davor warnt, dass ein Mensch, der mindestens einmal pro Minute auf sein Handy guckt, ob etwas rein gekommen ist, auf Strecke kaum noch in der Lage sein wird, eine konzentrierte Arbeit zu erbringen oder etwas kompliziertes zu erlernen.

Herr Lobo hat recht, dass wir uns gegen die zunehmende Notwendigkeit, immer intensiver mit IT zu arbeiten, nicht sperren können.

Ich würde nur gerne für diese Diskussion ein anderes Erklärungsmodell anbieten. Wir reden genau genommen über Informationen, die wir untereinander austauschen. 1:1, 1: N oder N:N. Die Computer, die wir benutzen, sind lediglich ein Medium, um das zu befördern, worüber wir reden. Wir reden über Informationen.

Die meisten Probleme, die kontrovers im Zusammenhang mit Computern oder Informationstechnologie diskutiert werden, stehen im Verhältnis dazu, dass Informationen zu preiswert auszutauschen sind. Will sagen: da es so gut wie nichts kostet, eine Information zu versenden, wird selten geprüft, ob die Information es wert ist, verteilt zu werden.

Ein Vergleich zur  Mobilität mit dem Auto springt ins Auge. Nehmen wir einmal an, dass der Liter Treibstoff nur noch 0,03 € kosten würde und die Autos relativ preiswert und qualitativ hochwertig wären. Dabei müssen sie nicht teurer geworden sein.

Nehmen wir weiter an, dass aber die Umweltbelastung, der Kraftstoffverbrauch und die Belastung der Straßen gleich geblieben wäre.

Das würde zur Folge haben, dass viele Menschen, die zum Beispiel wie wir hier in der Mitte von Deutschland leben, jedes Wochenende unterwegs wären. Nach Hamburg, nach Berlin, nach München oder an die Nordsee. Die Neugierigen nach Paris, Rom Stockholm.

Wir würden im Abgas ersticken, unsere Straßen brechen zusammen in den genannten Orten gibt es keinen Parkplatz mehr und die meiste Zeit würden wir im Stau verbringen.

Die gleiche Inflation betreiben wir mit Informationen. Ich möchte keineswegs fordern, dass Informationen und ihre Verteilung teurer werden sollen. Aber wir sollten schon überlegen welche Informationen ist wirklich so wesentlich, dass der andere, den ich informieren, sie wirklich braucht. Die negativen Folgen, die in den oben genannten Talkshows immer wieder heraufbeschworen werden, stehen im Zusammenhang mit unnützen Informationen, geschäftlichen und privaten.

Denken Sie mal drüber nach. Der Computer und das Handy sind nicht böse!

Original und Fälschung

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Als ich ein Kind war, wurde bei uns die „Hör zu“ gekauft. Auf der letzten Seite gab es neben Mecki dem Igel immer zwei kulturell hochwertige Abbildungen eines bekannten, wichtigen Gemäldes. Da das über viele Jahre so ging, gab es wohl eine Menge bekannte Gemälde. Eins von den beiden Bildern hatte 10-20 so leichte Veränderungen, dass man sich so richtig Mühe geben musste, die Unterschiede zu sehen. Also – Kugelschreiber herbei und alles eingekreist, was  visuell knapp über der Größe eines Druckfehlers lag.

Seit ein paar Monaten steht auf der Theke des Bäckers meiner Wahl eine Wechselgeldschale, bei der mir die alten Bilderrätsel wieder einfallen. Nett gemeint, auch hübsch, aber ungemein irritierend.

Irgendwann habe ich gemerkt, dass auch die netten Bäckerei-Verkäuferinnen gelegentlich irritiert sind. Blöder Scherz „1,50 €“ „da liegen doch schon zwei Euro“. Wirklich blöde.

Das wäre wirklich hübsch gewesen, wenn die gedruckten Geldstücke etwas unscharf geworden wären. So ist es einfach zu gut!

Raten Sie, wie viele Brötchen ich gekauft habe. Das Geld war passend! Tick-Tack-Toe.

Hallo Internet

Ich habe den dicken Mann im gelben Boot jetzt von dieser Seite genommen. „Hallo Internet“ darf noch ein bisschen stehen bleiben.
Ich bin mit meiner wunderschönen Seite ein bisschen geschimpft worden, so etwas profanes wie „Hallo Internet“ stehen zu haben.
Asche über mein Haupt – es war ein Platzhalter um diese Webseite erst mal auszuprobieren.
Ich gelobe, in Zukunft bessere Texte zu wollen. Aber dieser leicht taube Geschmack auf der Zunge, wenn man Öffentlichkeit sucht, auch gleich und schnell öffentliche Schelte zu bekommen, hat schon was.
Ich hoffe, dass wenigstens die Bilder gefallen.
Ansonsten wird noch eine ganze Weile gelten: „under construction“.

Wie heißt das immer hinter der der Autobahnbaustelle – „Danke, dass Sie Verständnis hatten“.

Für Alle und die Family…